Bericht der Wanderwochenenden Dezember- März

Manchmal braucht es gar keine weiten Reisen – manchmal reicht der Harz, um wieder ein kleines Abenteuer zu erleben. In den letzten Monaten haben wir begonnen, diese vertraute Landschaft neu zu entdecken. Drei Wochenenden, drei ganz unterschiedliche Stimmungen – und jedes Mal ein besonderes Erlebnis.

Dezember – Nebel, Stille und Weihnachtskekse

Unsere erste Tour führte uns im Dezember zur Wolfswarte. Der Harz zeigte sich an diesem Tag geheimnisvoll: dichter Nebel lag über den Wegen, die Landschaft tauchte nur schemenhaft aus dem Grau auf. Hin und wieder brach ein kurzer Sonnenstrahl durch die Wolken und ließ die Berge für einen Moment aufleuchten. Gerade diese Mischung aus Stille, Nebel und Licht machte die Wanderung zu etwas Besonderem.
Zurück im Haus warteten dann Wärme, Kaffee und Weihnachtskekse – der perfekte Ausklang für einen winterlichen Wandertag.

Januar – Winter im Harz

Beim zweiten Treffen im Januar hatte der Winter den Harz fest im Griff. Schnee bedeckte die Landschaft und verwandelte die Wälder in ein kleines Wintermärchen. Einige aus der Gruppe ließen sich von der vereisten Loipe nicht abschrecken und schnallten sich die Skier an. Der Rest machte sich zu Fuß auf den Weg: über den Dreieckigen Pfahl, vorbei am Eckersprung und weiter über den Goetheweg. Über die Hopfensäcke führte der Weg schließlich zurück nach Oderbrück.
Am nächsten Morgen ging es noch einmal hinaus – eine gemeinsame Runde um den Oderteich bildete einen ruhigen und schönen Abschluss des Wochenendes.

März – Auf den Spuren des Frühlings

Beim dritten Wanderwochenende lag bereits ein Hauch von Frühling in der Luft. Die Temperaturen waren milder, die Rucksäcke leichter gepackt – doch auf unserer Suche nach den letzten Schneeresten wurden wir tatsächlich noch fündig.

Diesmal knüpften wir an die Strecke des vorherigen Wochenendes an und erweiterten sie. Vom Goetheweg führte uns der Weg weiter nach Torfhaus und schließlich durch den wildromantischen Märchenweg. Zwischen knorrigen Bäumen und moosbedeckten Steinen, vorbei an gurgelnden Bächen, fühlte sich der Pfad tatsächlich ein wenig märchenhaft an. Am Oderteich angekommen erwartete uns noch eine Überraschung: Der See trug immer noch eine dicke Eisdecke – ein letzter Gruß des Winters.

Auf dem Märchenweg begegneten wir einem Ranger des Nationalparks, der sich Zeit für ein Gespräch nahm. Spannend erzählte er uns von den heimischen Luchsen und Wölfen und davon, wie sie wieder in den Harz zurückgekehrt sind. Ein unerwartetes Highlight unserer Tour.

Der Abend verlief dann ganz so, wie viele es noch von früher kennen: gemütlich im Tagesraum, mit viel Lachen, Geschichten und Gesprächen.
Am Sonntag rundeten wir das Wochenende schließlich gemeinsam mit dem Ranger bei einer letzten Hausrunde ab.

Drei Wochenenden, viele Eindrücke – und das Gefühl, dass der Harz noch viele Wege bereithält, die darauf warten, von uns entdeckt zu werden.

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